Sehr frühe Weide

Die letzten Tage hat eine Weide bei uns im Ort schon Weidenkätzchen gebildet obwohl es erst Anfang Januar ist und es durchaus nochmal kalt werden kann.

Hier sehr schön zu sehen ist das die Knospe nur eine größe Knospenschuppe hat die kurz davor ist abzufallen.

Anfängertipps zur Pflanzenbestimmung

Hier ein paar Tipps für Menschen die anfangen sich für Pflanzenbestimmung zu interessieren:

  • „Lieber öfters kurz als selten lang gehen!“
    Wer kennst das nicht: Meist findet sich im Alltag wenig Zeit für ausführliche Touren zur Pflanzenbestimmung. Deshalb habe ich mir angewöhnt lieber kurze Spaziergänge zu machen, mir einige wenige Pflanzen zu suchen und diese dann zu bestimmen, zu fotografieren und ggf. zu herbarisieren. Im Sommer bietet es sich an z.B. morgens ein Runde zu drehen wenn es noch nicht so warm ist. Sinnvoll ist es sich verschiedene Startpunkte (z.B. auf dem Weg zur Arbeit ggf. mit kleinem Umweg) zu suchen und diese im Lauf des Jahres immer wieder aufzusuchen.
    Ein Hund hilft auch sehr rauszukommen weil man dann muss und keine Ausreden wegen z.B. schlechtem Wetter hat.
  • „Bestimmte Pflanzen doppelt besuchen!“
    Hier ist das „Bestimmt“ doppeldeutig zu sehen: Einmal im Sinne von „diese eine, also diese bestimmte Pflanze“ und „bestimmt“ im Sinne von der herausgefunden, also „bestimmten“ Art der Pflanze. Zwischen den beiden Besuchen schreibt man sich zu Hause die besonderen Merkmale raus und schaut sich diese beim nächsten Besuch an.
  • „Smartphone mit Makrofunktion nutzen!“
    Die meisten Smartphones haben die Möglichkeit die Pfanze vergrößert zu fotografieren. Das hilft die Merkmale besser zu erkennen und man kann diese dann…
  • „…in Apps bestimmen!“
    Mittlerweile gibt leistungsstarke Apps die mit Hilfe des Fotos der Pflanze dieselbe bestimmen können.
    ABER ACHTUNG!
    Diese Bestimmung immer nur als Hinweis sehen und die Pflanze zur Sicherheit noch mal in Büchern nachschlagen! Gute Erfahrung habe ich mit der App „Flora Incognita“ gemacht. Auch nicht schlecht ist „PlantNet“. Flora Incognita ist ein Projekt der Uni Ilmenau.
    Es hat sich bewährt die Pflanze mit der Kamerafunktion des Smartphones im Makroformat zu fotografieren und nicht direkt in der App. Hierbei kann es auch nützlich sein die GPS Funktion des Smartphones zu aktivieren da man dann den Standort gleich mit dokumentiert hat. Man kann so das Foto dann später auch für eine weitere Bearbeitung verwenden, anders wie wenn man es aus der App heraus fotografiert. In der App wird dann das Foto aus der Fotogalerie des Smartphones geladen.
    Für die Bestimmung muss das Handy online sein. Auch hier ist es von Vorteil die Fotos nicht direkt in der App zu machen da dann das Smartphone nicht online sein muss wenn man das Foto macht und man kann die App benutzen wenn man wieder Netz hat oder das Wlan zu Hause erreichen kann.
  • „Botanikerlupe!“
    Es ist hifreich eine Botanikerlupe (nach Botaniker- oder Juwelierlupe suchen) mit z.B. 10facher Vergrößerung dabei zu haben.
    ACHTUNG: Die Lupe direkt vor das Auge halten und die Pflanze zu der Lupe führen und nicht umgekehrt!
    Bei Pflanzen die man nicht pflücken will kniet man sich vor die Pflanze. Dazu ist ein Polster zum drauf knien sinnvoll. Unten ein Bild einer möglichen Lupe.
  • „Kospen im Winter!“
    Im Winter wenn es wenige Blütenpflanzen gibt kann man als besondere Herausforderung Sträucher und Bäume anhand ihrer Knospen bestimmen. Auch hier hilft eine Botanikerlupe oder die Makrofunktion des Smartphones.
    Ein guter Einstieg in die Knospenbestimmung ist das Buch „Grundkurs Gehölzbestimmung“ von Rita Lüder (siehe unten).
  • „Ein Herbarium anlegen!“
    Zum lernen der Pflanzen kann man die nicht seltenen und geschützen Pflanzen pressen und auf Blätter kleben oder auch in Folie Einlaminieren.
    Das Einlamieren ist hierbei sehr dauerhaft. Man muss nur darauf achten die Pflanzen nicht zu dick zu pressen und notfalls z.B. mit einem Skalpell in dünnere Scheiben zu schneiden.
    Sammeln kann man die Pflanzen in Büchern mit festem Buchdeckeln die mit einen Einmachgummi gesichert sind. Zu Hause lagert man die Pflanzen dann in andere Bücher um die man mit weiteren Büchern oder anderen Gewichte beschwert oder man bastelt oder kauft sich eine Pflanzenpresse.
    Meine Presse bestellt aus zwei dünnen Sperrholzbrettern die mit zwei Spanngurten zusammen gedrückt werden zwischen die Lagen von Wellpappe gelegt sind. Zwischen diese kommen dann Blätter aus Löschpapier in denen man die Pflanzen legt.
    Wie beim fotografieren sollten auch hier die besonderen Merkmale extra betont werden.
    Wissenschaftliche Herbarien müssen besondere Merkmale erfüllen (siehe z.B. bei Wikipedia) aber auch für den privaten Gebrauch zumindest die Art und den Fundort angeben.
    ACHTUNG: Die meisten Pflanzen verlieren nach einiger Zeit ihre Farbe.
    Für mich ist das herbarisieren in erster Linie eine weitere Möglichkeit was über die Pflanzen zu lernen.
    Unten Bilder meiner Pfanzenpresse.
  • „Bestimmungsbücher!“
    Grundsätzlich lässt sich zwischen „Bilderbüchern“ und „Botanischen Büchern“ unterscheiden. Bei Bilderbüchern sucht man gefundene Pflanze z.B. anhand der Blütenfarbe im Buch und vergleicht sie mit den dortigen Bildern. Das kann funktionieren, muss es aber nicht weil die Pflanzen zum Teil anders aussehen wie auf den Bildern.
    Bei botanischen Bestimmungsbüchern bestimmt man die Pflanze aufgrund ihrer Merkmale mit Hilfe eines Bestimmungsschlüssels. Das ist sehr herausfordernd und in diesen Büchern gibt es, wenn überhaupt, nur einfache Schwarz-Weiß Zeichnungen. Die botanische Bestimmung ist genauer aber auch schwieriger!
    Eine Brücke zwischen den Bilder- und den botanischen Büchern bildet das Buch „Grundkurs Pflanzenbestimmung“ von Rita Lüder welches ein guter Einstieg in die botanische Pflanzenbestimmung ist und trotzdem gut bebildert ist (siehe unten).
    Für mich hat sich die folgende Vorgehensweise als beste herausgestellt:
    Ich bestimme die Pflanzen mit den oben genannten Apps. Diese funktionieren mindestens genauso gut wie ein Bestimmungsbuch mit Bildern.
    Anschließend suche ich mir für die Art die Merkmale aus den botanischen Bestimmungsbüchern oder dem Internet (z.B. bei Wikipedia). Unten eine Liste von Büchern.

Bestimmungsbücher

  • Bilderbücher zur Pflanzenbestimmung
    – Was blüht denn das, Verlag: Kosmos, Autoren: Spohn, ISBN: 344017073X
    – BLV Pflanzenführer, Verlag: BLV, Autoren: Schauer / Caspari, ISBN: 3967470059
  • Bestimmungsbuch mit Bildern UND Bestimmungsschlüssel
    – Grundkurs Pflanzenbestimmung, Verlag: Quelle & Meyer, Autorin: Rita Lüder, ISBN: 349401938X
  • Botanische Bestimmungsbücher
    – Schmeil Fitschen, Verlag: Quelle & Meyer, Autoren: Parolly / Rohwer, ISBN: ‎ 3494017190
    – Rothmaler, Verlag: Springer Spektrum, Autoren: Müller / Ritz / Welk, ISBN: 3662610108
  • Einstieg in die Knospenbestimmung
    – Grundkurs Gehözbestimmung, Verlag: Queller & Meyer, Autorin: Rita Lüder, ISBN: 3494019150

Pflanzenpresse

Botanikerlupe

Die Hainbuche im frühen Frühjahr

Beim heutigen Spaziergang sind mir einige längliche Blütenstände aufgefallen wo ich erst mal überlegen musste welche Art das ist. Es ist ein größerer Busch bis kleiner Baum und beim nachdenken ist mir eingefallen das die Hainbuche zu den Birkengewächsen gehört und wie diese längliche Blütenstände aufweist.

Sitzplatz

Diese Idee ist auch sehr schön und erinnert mich ein weiteres Mal an die Jagd auf dem Ansitz. Im Unterschied dazu steht hier aber das beobachten und fragen im Mittelpunkt
Was für Tiere sehe ich?
Was fressen sie?
Haben sie Nachwuchs?
usw.

Der Sitzplatz sollte in der Nähe des eigenen zu Hauses sein und in max. 10min. zu erreichen sein. Dieser Platz wird dann einmal die Woche aufgesucht um vertraut mit ihm zu werden und die Tiere in dessen Nähe kennenzulernen. Eventuell gewöhnen sich die Tiere auch an einen und man verscheucht sie nicht mehr.

Unten ist wieder ein Video von Theo dazu und in dem von ihm angesprochenen Buch am Ende wird beschrieben den Sitzplatz täglich aufzusuchen aber das sagt er in seinem Video so nicht und ich finde es auch ziemlich schwierig jeden Tag die Zeit dazu zu finden.

Hier noch mal seine Eckpunkte die ich einen guten Kompromiss finde:

  • In max. 10 min. zu erreichen
  • Jede Woche aufsuchen
  • Eine Stunde dort aufhalten
  • „Hundert“ Fragen stellen
  • Nach der Rückkehr ein Sitzplatzjournal führen und gesehenes und Gedanken eintragen

Hier das Video von Theo dazu:

Weitwinkelblick

Eine weitere gute Idee beim Gang durch den Wald ist der Weitwinkelblick. Hierbei geht es darum nicht auf einen Punkt zu fokusieren (wie es typischerweise Raubwild und auch der Mensch tut) sondern wie ein Fluchttier (Hase, Reh etc.) mit großem Blickfeld ohne spziellen Fokus um eventuelle Feinde zu entdecken.

Ich muss sagen das es für mich eine Kombination aus beidem ist.

Von der Jagd her ist mir der Weitwinkelblick schon unbewusst bekannt. Auf dem Ansitz übt man ihn automatisch aus um das Wild was einem in das Blickfeld läuft möglichst früh entdecken zu können. Allerdings gibt es einen Unterschied zum klassischen Weitwinkelblick: Als Jäger fokusiert man das Tier sobald man es durch den Weitwinkelblick unfokusiert wargenommen hat und spricht es mit dem Fernglas an (d.h. man schaut was es für ein Tier ist).

Auch beim Fuchsgang ist der Weitwinkelblick eine gute Ergänzung um ein Tier möglichst früh zu entdecken und dann sofort stehen zu bleiben um es nicht zu vertreiben.

Zum Thema Weitwinkelblick gibst auch ein Video von Theo:

Fuchsgang

Wenn man sich mit Wildnispädogik auseinander setzt stößt man immer wieder auf den Fuchsgang.

Im Grunde geht es darum durch den Wald zu schleichen. Unten verlinke ich ein Video von Theo in dem er den Gang sehr gut erklärt hat.

Hier ein paar Eckpunkte zum Fuchsgang:

  • Nur etwa alle drei Sekunden einen Schritt machen
  • Zu jedem Zeitpunkt stehen bleiben können („einfrieren“)
  • Grader Rücken
  • Mit der Außenseite des jeweiligen Fußes zuerst auftreten und dann den Fuß nach innen abrollen
  • Am besten Schuhe mit möglichst dünner Sohle verwenden oder barfuß gehen bzw. Barfußschuhe verwenden

Hier das o.a. Video

Gefingerte Lerchensporn vs. Hohler Lerchensporn

Ich finde den Lerchensporn eine sehr schöne Pflanze die schon im März zu blühen beginnt und bei uns in der Gegend sehr häufig ist. Unsicher war ich mir welcher es war aber wenn man einmal ein Betimmungsmedium wie ein Buch oder den Wiki Eintrag gelesen hat ist es eindeutig.

Auch der der Name sagr eigentlich schon alles. Im deutschen geht aus dem Namen „Gefingerter“ eine Info hervor. In dem Fall das die Blätter „gefingert“ sind:

Im Unterschied dazu hat z.B. der Hohle Lerchensporn ganzrandige Blätter.

Der Gefingerte Lerchensporn hat außerdem eine Wurzel ohne Hohlraum, ist also solide wie auch der lat. Name verrät: solida:

Im Unterschied dazu hat der Hohle Lerchensporn einen Hohlraum in der Wurzel wie sowohl der deutsche als auch der lat. Name erahnen lässt: cava.

Feldhecke im Garten

Als Außenbegrenzung wollen wir in unserem Garten eine Außenhecke anlegen wie sie auch im Feld zu finden ist. Diese setzt meist aus Schwarz- und Weißdorn, Holunder und Haselnuss zusammen.

Um Kosten zu sparen wollen wir versuchen einige Pflanzen selbst zu ziehen. Hier sollen die Recherchen rein was ich dazu finde.

Ich habe mal ein wenig im Internet gesucht und so wie es aussieht kann man alle oben genannten Sorten über Stecklinge vermehren.
Ich werde mir bei nächster Gelegenheit Anzuchtserde besorgen und das ganze mit Stecklingen testen. Jetzt liegt noch Eis und Schnee so das ich in der Wohnung starten werde.

Bow drill – Feuer bohren

Ich versuche mich immer wieder mal am Feuer bohren. Hier meine bisherigen Erkenntnisse:

Bohrbrett
Ich habe mit einem Bohrbrett aus Fichte angefangen. Da es relativ weich ist sollte es auch funktionieren aber vor kurzem bin ich auf Weide umgestiegen da sich da wesentlich leichter Späne bilden.

Spindel
Da schwanke ich noch zwischen Hart- und Weichholz. Logischerweise bilden sich bei Weichholz, ähnlich wie bei dem Bohrbrett leichter Späne (Dave Canterbury, siehe sein Buch unten, empfielt Weichholz). Allerdings nutzt sich die Spindel auch leichter ab. Ich werde erstmal mit einer Spindel aus Schwarzdorn (Hartholz) experimentieren.
Sie sollte unten an der Bohrbrettseite wie ein abgenutzter Radiergummi am Bleistift aussehen um durch die Fläche besser Wärme erzeugen zu können.
Die Oberseite am Druckstück sollte eine stumpfe Spitze aufweisen.

Handstück
Das muss definitiv aus Hardholz sein. Derzeit schummel ich ein bisschen und hab zum üben noch ein Kugellager eingeklebt. Ansonsten hilf auch eine spitze Spindel und etwas Flüssigkeit / Fett damit sich keine Hitze bildet.

Bogen
Bis jetzt habe ich versucht immer Äste zu finden die schon von sich aus gebogen sind. Allerdings waren die immer recht kurz. Canterbury schreibt das er nicht kürzer wie 90cm sein sollte. damit man beim bohren weniger Züge ausführen muss um die Spindel zu drehen. Ich habe jetzt mal einen leicht gebogenen Ast der etwas länger ist. Mal schauen ob das damit besser geht.

Technik
Einen großen Fortschritt hat mir die Double Rope Technique gebracht. Kurz: Mit dieser Technik bilden sich zwei Schlaufen statt einer um die Spindel zu führen und der Druck auf die Schnur beim bohren lässt sich gut varieren. Gefunden habe ich sie auf dem youtube Kanal von Felix Immler der sie hier auch sehr gut erklärt:



Quellen:

Dave Canterbury, Advanced Bushcraft*, Anaconda Verlag, 1. Auflage

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Sumpf-Helmkraut (Scutellaria galericulata)

  • 10 bis 40, selten bis zu 50 Zentimeter.
  • Aufrechter oder aufsteigender und zum Teil weichhaarige Stängel vierkantig.
  • Kreuzgegenständige Laubblätter kurz gestielt.
  • Einfache Blattspreite eiförmig bis eiförmig-lanzettlich mit herzförmigem Spreitengrund, bis zu 4 cm lang.
  • Blattrand weist vier bis acht schwache Kerbzähne auf.
  • Blattunterseiten und unterer Stängel oft rötlich gefärbt.
  • Blüten sitzen in einseitswendigen Paaren in den oberen Blattachseln. 12 bis 18 mm lang und von blauvioletter, blauer oder seltener auch weißer Färbung.
  • Krone nach oben gekrümmt und deutlich länger als der kahle oder lediglich kurzbehaarte Kelch. Die Unterlippe weist einen weißen Fleck mit violetten Strichen auf.
  • Klausenfrucht zerfällt in vier kugelige, dicht warzige, 1,5 mm lange und 0,7 mg schwere Klausen.
  • Blütezeit ist Juni bis September.
Hier eine Blüte mit Makro. Interessanterweise erscheint die Farbe eher violett.

Echte Nelkenwurz (Geum urbanum)

  • Immergrüne, krautige Pflanze 30 bis 120 cm.
  • 3 bis 4 selten bis 7 Zentimeter langes breites Rhizom Außenseite braun-gelblich gefärbt.
  • Rhizom riecht intensiv nach Nelken.
  • Sprossachse gestaucht rosettenbildenden und gestreckten laubblatttragenden Abschnitt.
  • Sprossachse weist feine Kanten und braunrote Färbung auf.
  • Mehr oder weniger dicht mit langen und kurzen Haaren besetzt.
  • Die grundständigen, in einer Rosette angeordneten Laubblätter entspringen dem Rhizom.
  • Langgestielt ca. 10 Zentimeter, jedoch auch 15 bis 18 Zentimeter.
  • Blattstiel ist behaart und weist Rillen auf.
  • Blattspreite twickelt eine Länge bis etwa 14 Zentimeter.
  • Blätterform verkehrt-eiförmig bis eiförmig.
  • Unregelmäßig unpaarig gefiedert.
  • Endfieder durchschnittlich 6-10 Zentimeter deutlich größer als die Seitenfiedern.
  • Oberseite der Fiedern weist Behaarung auf.
  • Blattunterseite vor allem auf den Blattadern behaart
  • Seitenfiedern sind gelappt, Blattrand zweifach gesägt bis unregelmäßig gesägt-gekerbt.
  • Spreite der Endfieder ist drei- bis fünffach gelappt, manchmal auch tief eingeschnitten.
  • Kurzgestielte Stängelblätter dreizählig geteilten Blättchen sind wechselständig
  • Stängelblätter erscheinen nach den Grundblättern.
  • Unten ähneln sie diesen und nehmen dann nach oben in ihrer Größe kontinuierlich ab.
  • Obersten Stängelblätter undeutlich dreilappig gestaltet mit gekerbtem Rand.
  • Auffällig großen Nebenblätter an der Basis des Blattstiels der Stängelblätter.
  • Annähernd rundliche Form laubblattartig gegliedert. Der Blattrand ist kerbzähnig.
  • Blütenstandsstängel entspringen den Achseln der Grundblätter.
  • Leuchtend gelben Blüten aufrecht gerichtet besitzen lange Stiele.
  • Dicht mit langen und kurzen Haaren besetzt.
  • Radiärsymmetrisch.
  • Auch Exemplare mit rein weiblichen Blüten wurden festgestellt.
  • Fünfzählige Blüte besitzt ein doppeltes Perianth.
  • Kelch vorgelagert schmaler grüner Außenkelch 5 grüne, außen behaarte Kelchblätter besitzen eine breit-dreieckige Form.
  • Zur Blütezeit liegen sie ausgebreitet der Blüte an, zur Fruchtzeit sind sie zurückgeschlagen.
  • 5 leuchtend gelbe gerundeten, schmal verkehrt-eiförmigen Kronblätter 3 bis 6mm
  • Fruchtknoten sind oberständig und behaart.
  • Endständiger purpurfarbener Griffel in zwei Teile gegliedert.
  • Unten hakenförmiger Teil kahl, der obere Teil geht von der Hakenspitze ab federförmig behaart.
  • Blütezeit von Mai bis Oktober.
  • Fruchtblätter entwickeln kleine behaarte Nüsschen.
  • Stehen an zapfenförmiger Blütenachse, die zur Fruchtzeit stark vergrößert ist.
  • Verlängerter und verhärteter Griffel verbleibt an der Frucht.
  • Im oberen Drittel, an der Stelle an der der Griffel geknickt ist, befindet sich ein zartes Trenngewebe, von wo sich bei Fruchtreife das kürzere obere Griffelstücks ablöst. An der Frucht verbleibt der hakenförmig gekrümmte Griffelrest.

Hier kann man gut die Wiederhaken an der Frucht erkennen.

Taumel – Kälberkropf (Chaerophyllum temulum)

  • Zweijährige krautige Pflanze bis zu 1,40 Metern.
  • Als Speicherorgan Rübe.
  • Pro Pflanze mehrere verzweigte Stängel gebildet.
  • Sie sind rund, aber leicht kantig mit Borsten bedeckt, bei Berührung schmerzhaften Hautkontakt.
  • Basis dunkelrote Flecken
  • Keulenartige Verdickungen an den Verzweigungen
  • Blätter rauhaarig und doppelt gefiedert.
  • Geruch des Hecken-Kälberkropf schwach würzig, an Möhren und Kümmel erinnernd.
  • 5- bis 11, leicht gewölbten doppeldoldigen Blütenstand.
  • Hülle fehlt meist. Wenn vorhanden 1 bis 2 Hüllblättern.
  • 5 bis 9 Hüllchenblätter sind am Rand bewimpert. Breit-lanzettliche Form. Nach oben zugespitzt, zur Basis hin leicht verwachsen.
  • Döldchen enthalten etwa 7 bis 14 Blüten.
  • Reinweiße Blüten sind ungefähr 2 bis 4 Millimeter breit. 5 Kronblätter am Rand stehende eine leichte Verlängerung. Ausgerandet oder bis zur Hälfte eingeschnitten sein. Nicht bewimpert. Griffeläste der 2 Griffel spreizend. Länge entspricht derjenigen des Griffelpolsters. Zweifächrige Fruchtknoten ist unterständig.
  • Frucht 4 bis 6 Millimeter lange, dunkelbraune Doppelachäne gebildet, 10 flache, schwach ausgeprägte, hellbraune Rillen.

Wiesen-Kerbel, Anthriscus sylvestris

Essbar, allerdings Verwechlungsgefahr mit dem giftigen Schierling und dem Kälberkropf

  • Stängel scharfkanntig gefurcht, unten dicht kurz steifhaarig, unter den Blättern nicht verdickt
  • Hüllchen mehrblättrig bewimpert, Hüllblätter fehlen
  • Randblüten wenig vergrößert, Kronblätter gekerbt und weiß, ein Kelch fehlt
  • Die Frucht weist Griffelpolster auf, halb so breit wie der darüber stehende Griffel lang ist
  • Dolden gestielt, 8-15 strahlig, Keine Hülle, Hüllchen 4-8 blättrig und behaart
  • Kronblätter nicht bewimpert
  • Am Grund der Blüten u. der Frucht Kranz von 0,1mm langen Borstenhaaren
  • Griffelpolster als creme-weiße Struktur in der Mitte
  • Direkt unterhalb des Griffelpolsters setzten die Blütenblätter an
  • Fruchtknoten unterständig, Bei der reifen Frucht sieht man zwischen Fruchtknoten und Griffelpolster einen ca. 1,5 mm langen Abschnitt, der als „Schnabel“ bezeichnet wird
  • Frucht 7-10mm, kahl, länger als ihr Stiel, Bei der reifen Frucht sieht man zwischen Fruchtknoten und Griffelpolster einen ca. 1,5 mm langen Abschnitt, der als „Schnabel“ bezeichnet wird.
  • Grund der Frucht mit sehr kurzen Borstenhaaren
  • Blatt 2-3 fach gefiedert, unterstes Fiederpaar erster Ordnung viel kleiner als übriger Teil der Spreite (Blattfläche), 15 bis 30 Zentimeter lang, besitzen einen dreieckigen Umriss. eiförmig und fiederspaltig, unten wenig glänzend
  • nicht rötlich überlaufen oder gefleckt
  • zweijährig
  • 60-150cm
  • Blütezeit April bis Juli

Hier sieht man gut das die Hüllblätter (an der Stelle von der alle „Ästchen“ der Döldchen abgehen) fehlt während die Hüllchen an den Döldchen vorhanden sind.

Meine Bestimmungs- Bushcraft und Outdoorbücher

Bestimmungsbücher:

Rita Lüder, Grundkurs Pflanzenbestimmung*, Verlag Quelle & Meyer, 6. Auflage

Schmeil – Fitschen, Flora Deutschlands*, Verlag Quelle & Meyer, 95. Auflage

Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Atlasband*, Verlag Springer Spektrum, 12. Auflage

Rothmaler, Exkursionsflora von Deutschland, Grundband*, Verlag Springer Spektrum, 20. Auflage

Haeupler / Muer, Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands*, Ulmer Verlag, 2. Auflage

Lauber / Wagner, Flora Helvetica*, Haupt Verlag, 5. Auflage

Bushcraftbücher

Dave Canterbury, Advanced Bushcraft*, Anaconda Verlag, 1. Auflage

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