Sehr frühe Weide

Die letzten Tage hat eine Weide bei uns im Ort schon Weidenkätzchen gebildet obwohl es erst Anfang Januar ist und es durchaus nochmal kalt werden kann.

Hier sehr schön zu sehen ist das die Knospe nur eine größe Knospenschuppe hat die kurz davor ist abzufallen.

Zwei plus eins für vier

Yeah, wir haben ein Familienbett!

Irgendwie sind wir auch die letzten 6 Jahre ohne ausgekommen. Eigentlich wollte ich auch nie eins. Es hat mir schon immer widerstrebt, irgendwelchen aktuellen Trends nachzueifern – auch wenn man dann nicht mehr so cool ist wie die anderen, die gerade auf dieser Welle surfen. Und ich dachte auch, je älter das Kind wird, desto unabhängiger wird es und will eh sein eigenes Ding (Hochbett) haben. Nimmt eh viel zu viel Platz weg in unserem Schlafzimmer. Etc.

Der Familienalltag hat mich aber dann doch eingeholt, und ich fand es zunehmend blöd, mitten in der Nacht im Halbdunkel eine Matratze samt Bettzeug hin- und her zu schleppen und die dann – samt Kind – auf dem kalten Boden neben unserem Bett rumliegen zu haben. Denn die Wahrheit ist: das Kind will natürlich ein eigenes Zimmer und ein eigenes Bett, aber es gibt viele Zeiten, in denen es eben partout NICHT allein einschlafen, weiterschlafen oder überhaupt schlafen will (oder kann). Und siehe da, sobald das Kind bei uns liegt, ist es innnerhalb von 5 min. im Land der Träume. Das ständige Hin- und herräumen nervt auf Dauer auch mehr als die 70 cm „verlorener“ Platz für den Kleiderschrank.

Nachdem wir uns also kürzlich von unserem schönen (aber sehr unpraktischen) Hemnes-Bett getrennt und ein neues (viel praktischeres) Bett gebaut haben, dachte ich: warum das Ding nicht gleich erweitern, damit unser Kind nicht mehr auf dem Boden rumliegen muss? Ich musste nur ein paar Pfosten und Bretter schleifen und ölen, die wir vom Bau des großen Bettes übrig hatten, und der Mann hat es dann heute nachmittag kurzerhand zusammengebaut. Ich bin total begeistert!

Die Kids waren auch begeistert, allerdings noch mehr von ihrer neuen Höhle, die sie gleich als Nachtlager eingerichtet haben:

Das war so natürlich nicht gedacht… Irgendwann nach 21 Uhr haben sie es dann (unfreiwillig) wieder aufgegeben, und jede hat ihren vorgesehenen Schlafplatz eingenommen 😉

Die meisten Familienbetten sind ja so gemacht, dass man 1 gleichmäßig große Liegefläche hat. Wir haben dagegen nur eine 70×140 Matratze angebaut, weil wir die noch hatten und ich vorerst keine neue kaufen will. Das Maß ist perfekt, weil Elisa auch nächstes Jahr noch reinpassen wird, und es auch von der Breite her gerade noch geht. Wenn sich dann in zwei Jahren rausstellt, dass wirklich beide mit uns im Bett schlafen wollen (was ich bezweifle), können wir immer noch auf 2 m verlängern. Das warten wir aber erstmal ab.

Für die beiden alten Nachttische ist jetzt kein Platz mehr, die kommen noch weg. Da wir aber irgendeine Ablagemöglichkeit für Tempos, Nachtlicht, Babyfon etc. brauchen, will ich noch ein Kopfteil an der Wand haben, mit einem Ablagebrett oben. Da das mal wieder so eine Sonderlösung wird, muss ich noch ein bißchen überlegen, wie wir das bauen können – ist gar nicht so einfach, wie es hinterher aussehen soll…

Ausflug in die Kubacher Kristallhöhle und Tiergarten

Eigentlich hatte ich bei 35°C was anderes geplant – Abkühlung irgendwo im Freibad.
Aber klar, es ist Wochenende – und wann passieren statistisch gesehen die meisten Unfälle?…

Unsere Große musste sich also heute morgen beim Frühstück mit dem neuen Brötchenmesser einmal quer (durch die Nägel durch…) die Finger aufschneiden. Diese Art Schrei vom Kind war mir neu… Und klar: Schwimmbad war damit erledigt. Eine Ablenkung musste aber schnell her, also haben wir spontan eine andere Art Abkühlung gesucht, unter Tage.

Es gibt mehrere solcher Tropfstein-/Bergwerkshöhlen in Hessen – die bekanntesten sind wohl die in Breitscheid, Attendorn und eben Kubach (bei Weilburg/Braunfels). Der Name „Kristallhöhle“ hatte mich am ehesten gelockt, denn welches kleine Mädchen steht nicht auf Glitzer, Edelstein & Co.?

Die „Teilnahmebedingungen“ sind leicht unterschiedlich bei den Höhlen, am besten vorher informieren! In Attendorn z.B. darf man keine Tragen, Rucksäcke o.ä. mit in die Höhle nehmen, in Kubach ist es erlaubt. Man muss einen Helm tragen, aber darf auch seinen eigenen mitbringen. Fahrradhelme sind eindeutig von Vorteil, denn sie passen besser und fallen wegen den Bändern nicht vom Kopf, wenn man nach oben schaut – die geliehenen in Kubach muss man daher festhalten.

Warme Sachen hatte ich eingepackt – es sind immer so ca. 8 °C in den Höhlen, und da man länger steht und sich nicht so viel bewegt, wird es schnell kalt. Was ich nicht bedacht hatte: innen ist es nass – Sandalen sind also keine gute Idee. Es tropft meist von oben, und unten bilden sich Pfützen. Sind die Füße erstmal naß, wird es richtig kalt…

Die Tour dauerte eine gute Stunde. Es sind 400irgendwas Stufen hinunter, und ungefähr genauso viele wieder hinauf. Insgesamt 70 Höhenmeter. Beim Rückweg wird einem – trotz nasser Füße – wieder warm 😉

Was gibt’s zu sehen? Eigentlich gar nicht so viel, im Nachhinein. Eine große Höhle mit glitzernden Wänden (daher wohl der Name „Kristallhöhle“), ein paar Mini-Stalaktiten, ein kleiner See, verschiedene Gesteine. Der Auf- und Abstieg war ganz spannend, über enge/rutschige Treppenstufen, manchmal musste man den Kopf einziehen.

Außer der Höhle gibt es noch ein Mini-Museum. Dort sind wir zuerst rein, um die Wartezeit bis zur Führung zu überbrücken. Es gibt dort jede Menge verschiedener Metalle, Edelsteine und sonstige Gesteinsarten zu sehen, und natürlich die ganze Entstehungsgeschichte der Höhle.

Eric hat sich in der Zeit mit Anna anderweitig beschäftigt. Das hätte überhaupt nicht funktioniert. Ich würde sogar sagen, selbst für Kindergartenkinder ist die Tour ungeeignet. Elisa hat mit knapp 6 tapfer und geduldig „durchgehalten“, aber man hat allen Kleinen schon angemerkt, dass es nicht lustig war – sie haben es eher geduldig über sich ergehen lassen.

Wir waren 13 Leute in der Gruppe, die Hälfte davon Kinder. Zwei waren geschätzt noch jünger als Elisa, die anderen etwas älter. Die Tour klang auf der Homepage ja recht spannend, tatsächlich war es für die Kinder ziemlich langweilig – zumindest, was die ganzen Erzählungen betraf. Leider gibt es nur diese eine Möglichkeit, die Höhle zu besichtigen. Der Guide sagte mir zwar, für Schulklassen oder andere Kindergruppen würden sie eine „abgespeckte“ Variante anbieten, aber im Ernst: wenn die Hälfte einer Gruppe aus Kindern besteht (und wir waren heute ja bestimmt keine Ausnahme-Gruppe), warum bieten die nicht eine kinderfreundlichere Tour an? Oder die Möglichkeit, einfach nur zu gucken, ohne den ganzen Info-Ballast? Für die jüngeren Kids im Grundschulalter ist doch das Höhlenfeeling am spannendsten – die Gesteine, Glitzer, Wasser, … Das wäre locker in 20 min. erledigt. Schade, es hätte mehr Spaß machen können.

Nach der Tour waren wir hungrig. Die Gaststätte der Höhle ist derzeit geschlossen, da gab’s also nix. Eine Stunde Hunger im Auto war auch keine Option, also sind wir noch in den benachbarten Weilburger Tiergarten. Elisa wollte schon lange mal wieder in einen „Zoo“, und es gibt dort das Café/Restaurant „Hessenhaus“. Dort sind wir zuerst eingefallen, und waren positiv beeindruckt. Das Essen kam sehr schnell, es gibt Hochstühle für die Kleinsten, Malbücher und Bilderbücher, Stifte geschenkt. Und eine Eistruhe 🙂 Einen Wickeltisch habe ich leider nicht gesehen, aber vielleicht ist der in der Behinderten-Toilette?

Nach dem Essen sind wir in den Wildpark. Angeblich gibt es dort Bären, Elche, Wölfe, Damwild, Otter und noch etliche andere. Gesehen haben wir im Endeffekt nur die Hühner gleich hinter dem Eingang, eine Nilgans-Familie und Welse im Waldsee. Kein einziger Bär, Elch oder Wolf hat sich blicken lassen. Wir haben natürlich auch nicht die beste Zeit für so einen Besuch ausgewählt. Das Wild wird wahrscheinlich erst in der Dämmerung rauskommen, oder früh am Morgen. Tagsüber – vor allem bei dieser Hitze – würde ich mich auch am liebsten verkriechen… Im Opelzoo letztes Jahr war es das gleiche Problem. Fazit: kein Wildtierpark oder Zoo mehr im Sommer. Am besten an einem kühlen, trüben Tag, und relativ früh oder spät. Neben den Tieren gibt es aber noch einige tolle Spielbereiche auf dem Gelände, zum Klettern, Balancieren und so.

Wir hätten da auch gut den Nachmittag verbringen können, ohne auf die Suche nach Tieren zu gehen 😉 Für Anna waren die Hühner das Highligt, und bei den Schafen gab’s gerade ein zuckersüßes Lämmchen.

Abgesehen davon, dass beide Kids am Ende total quengelig, müde und überhitzt waren (Anna hatte noch nicht mal geschlafen über Mittag), war es doch ein ganz schöner Ausflug. Und die Große hat die ganze Zeit nicht einmal an ihre zerschnittenen Finger gedacht.

Anfängertipps zur Pflanzenbestimmung

Hier ein paar Tipps für Menschen die anfangen sich für Pflanzenbestimmung zu interessieren:

  • „Lieber öfters kurz als selten lang gehen!“
    Wer kennst das nicht: Meist findet sich im Alltag wenig Zeit für ausführliche Touren zur Pflanzenbestimmung. Deshalb habe ich mir angewöhnt lieber kurze Spaziergänge zu machen, mir einige wenige Pflanzen zu suchen und diese dann zu bestimmen, zu fotografieren und ggf. zu herbarisieren. Im Sommer bietet es sich an z.B. morgens ein Runde zu drehen wenn es noch nicht so warm ist. Sinnvoll ist es sich verschiedene Startpunkte (z.B. auf dem Weg zur Arbeit ggf. mit kleinem Umweg) zu suchen und diese im Lauf des Jahres immer wieder aufzusuchen.
    Ein Hund hilft auch sehr rauszukommen weil man dann muss und keine Ausreden wegen z.B. schlechtem Wetter hat.
  • „Bestimmte Pflanzen doppelt besuchen!“
    Hier ist das „Bestimmt“ doppeldeutig zu sehen: Einmal im Sinne von „diese eine, also diese bestimmte Pflanze“ und „bestimmt“ im Sinne von der herausgefunden, also „bestimmten“ Art der Pflanze. Zwischen den beiden Besuchen schreibt man sich zu Hause die besonderen Merkmale raus und schaut sich diese beim nächsten Besuch an.
  • „Smartphone mit Makrofunktion nutzen!“
    Die meisten Smartphones haben die Möglichkeit die Pfanze vergrößert zu fotografieren. Das hilft die Merkmale besser zu erkennen und man kann diese dann…
  • „…in Apps bestimmen!“
    Mittlerweile gibt leistungsstarke Apps die mit Hilfe des Fotos der Pflanze dieselbe bestimmen können.
    ABER ACHTUNG!
    Diese Bestimmung immer nur als Hinweis sehen und die Pflanze zur Sicherheit noch mal in Büchern nachschlagen! Gute Erfahrung habe ich mit der App „Flora Incognita“ gemacht. Auch nicht schlecht ist „PlantNet“. Flora Incognita ist ein Projekt der Uni Ilmenau.
    Es hat sich bewährt die Pflanze mit der Kamerafunktion des Smartphones im Makroformat zu fotografieren und nicht direkt in der App. Hierbei kann es auch nützlich sein die GPS Funktion des Smartphones zu aktivieren da man dann den Standort gleich mit dokumentiert hat. Man kann so das Foto dann später auch für eine weitere Bearbeitung verwenden, anders wie wenn man es aus der App heraus fotografiert. In der App wird dann das Foto aus der Fotogalerie des Smartphones geladen.
    Für die Bestimmung muss das Handy online sein. Auch hier ist es von Vorteil die Fotos nicht direkt in der App zu machen da dann das Smartphone nicht online sein muss wenn man das Foto macht und man kann die App benutzen wenn man wieder Netz hat oder das Wlan zu Hause erreichen kann.
  • „Botanikerlupe!“
    Es ist hifreich eine Botanikerlupe (nach Botaniker- oder Juwelierlupe suchen) mit z.B. 10facher Vergrößerung dabei zu haben.
    ACHTUNG: Die Lupe direkt vor das Auge halten und die Pflanze zu der Lupe führen und nicht umgekehrt!
    Bei Pflanzen die man nicht pflücken will kniet man sich vor die Pflanze. Dazu ist ein Polster zum drauf knien sinnvoll. Unten ein Bild einer möglichen Lupe.
  • „Kospen im Winter!“
    Im Winter wenn es wenige Blütenpflanzen gibt kann man als besondere Herausforderung Sträucher und Bäume anhand ihrer Knospen bestimmen. Auch hier hilft eine Botanikerlupe oder die Makrofunktion des Smartphones.
    Ein guter Einstieg in die Knospenbestimmung ist das Buch „Grundkurs Gehölzbestimmung“ von Rita Lüder (siehe unten).
  • „Ein Herbarium anlegen!“
    Zum lernen der Pflanzen kann man die nicht seltenen und geschützen Pflanzen pressen und auf Blätter kleben oder auch in Folie Einlaminieren.
    Das Einlamieren ist hierbei sehr dauerhaft. Man muss nur darauf achten die Pflanzen nicht zu dick zu pressen und notfalls z.B. mit einem Skalpell in dünnere Scheiben zu schneiden.
    Sammeln kann man die Pflanzen in Büchern mit festem Buchdeckeln die mit einen Einmachgummi gesichert sind. Zu Hause lagert man die Pflanzen dann in andere Bücher um die man mit weiteren Büchern oder anderen Gewichte beschwert oder man bastelt oder kauft sich eine Pflanzenpresse.
    Meine Presse bestellt aus zwei dünnen Sperrholzbrettern die mit zwei Spanngurten zusammen gedrückt werden zwischen die Lagen von Wellpappe gelegt sind. Zwischen diese kommen dann Blätter aus Löschpapier in denen man die Pflanzen legt.
    Wie beim fotografieren sollten auch hier die besonderen Merkmale extra betont werden.
    Wissenschaftliche Herbarien müssen besondere Merkmale erfüllen (siehe z.B. bei Wikipedia) aber auch für den privaten Gebrauch zumindest die Art und den Fundort angeben.
    ACHTUNG: Die meisten Pflanzen verlieren nach einiger Zeit ihre Farbe.
    Für mich ist das herbarisieren in erster Linie eine weitere Möglichkeit was über die Pflanzen zu lernen.
    Unten Bilder meiner Pfanzenpresse.
  • „Bestimmungsbücher!“
    Grundsätzlich lässt sich zwischen „Bilderbüchern“ und „Botanischen Büchern“ unterscheiden. Bei Bilderbüchern sucht man gefundene Pflanze z.B. anhand der Blütenfarbe im Buch und vergleicht sie mit den dortigen Bildern. Das kann funktionieren, muss es aber nicht weil die Pflanzen zum Teil anders aussehen wie auf den Bildern.
    Bei botanischen Bestimmungsbüchern bestimmt man die Pflanze aufgrund ihrer Merkmale mit Hilfe eines Bestimmungsschlüssels. Das ist sehr herausfordernd und in diesen Büchern gibt es, wenn überhaupt, nur einfache Schwarz-Weiß Zeichnungen. Die botanische Bestimmung ist genauer aber auch schwieriger!
    Eine Brücke zwischen den Bilder- und den botanischen Büchern bildet das Buch „Grundkurs Pflanzenbestimmung“ von Rita Lüder welches ein guter Einstieg in die botanische Pflanzenbestimmung ist und trotzdem gut bebildert ist (siehe unten).
    Für mich hat sich die folgende Vorgehensweise als beste herausgestellt:
    Ich bestimme die Pflanzen mit den oben genannten Apps. Diese funktionieren mindestens genauso gut wie ein Bestimmungsbuch mit Bildern.
    Anschließend suche ich mir für die Art die Merkmale aus den botanischen Bestimmungsbüchern oder dem Internet (z.B. bei Wikipedia). Unten eine Liste von Büchern.

Bestimmungsbücher

  • Bilderbücher zur Pflanzenbestimmung
    – Was blüht denn das, Verlag: Kosmos, Autoren: Spohn, ISBN: 344017073X
    – BLV Pflanzenführer, Verlag: BLV, Autoren: Schauer / Caspari, ISBN: 3967470059
  • Bestimmungsbuch mit Bildern UND Bestimmungsschlüssel
    – Grundkurs Pflanzenbestimmung, Verlag: Quelle & Meyer, Autorin: Rita Lüder, ISBN: 349401938X
  • Botanische Bestimmungsbücher
    – Schmeil Fitschen, Verlag: Quelle & Meyer, Autoren: Parolly / Rohwer, ISBN: ‎ 3494017190
    – Rothmaler, Verlag: Springer Spektrum, Autoren: Müller / Ritz / Welk, ISBN: 3662610108
  • Einstieg in die Knospenbestimmung
    – Grundkurs Gehözbestimmung, Verlag: Queller & Meyer, Autorin: Rita Lüder, ISBN: 3494019150

Pflanzenpresse

Botanikerlupe

DIY Spielturm aus Paletten

Endlich ist das Ding fertig. Jedenfalls soweit, dass man es benutzen kann – besser geht natürlich immer 😉

Ursprünglich sollte der Turm noch etwas massiver und größer ausfallen, aber dann hätten wir auch noch Verankerungen im Boden vornehmen müssen, und es wäre insgesamt viel mehr Aufwand gewesen, vor allem sicherheitstechnisch. Eine fertige Palette haben wir so noch übrig, dafür wird uns auch noch was einfallen 😉

Wir haben 3 ganze Paletten als U aufgestellt und noch 1 obendrauf, damit wir die nötige Höhe für die Rutsche bekommen. An den Seiten haben wir UK-Latten angeschraubt als Geländer. Im unteren Bereich sind die Zwischenräume so groß, dass die Kids auch von der Seite hoch- und durchklettern können; von vorne haben wir eine Mini-Palette als Leiter angebaut, damit auch Anna problemlos raufkommt. Vielleicht müssen wir noch ein paar Latten ergänzen wegen Anna, wir warten aber mal ab, auf welche Ideen sie kommt. Vorerst haben wir nur oben am Einstieg zur Rutsche Haltegriffe angebracht.

Elisa wollte unbedingt eine Höhle zum Verstecken – wir brauchten also eine Plattform. Die ist jetzt zwar nicht so hoch, dass Elisa drunter stehen kann, aber es reicht zum Spielen und Verstecken. Oder als Garage für Bobbycar & Co. 🙂

Für oben drauf haben wir 3,5 cm starke Bohlen verwendet; dafür hat mein Mann u.a. seine geliebte (aber von Wurm und Wetter zerfressene) Holzbank geopfert. Abgeschliffen, lasiert und dann nochmal mit Wetterschutz lackiert – top.

Mindestens zwei Seiten sollen zu sein, damit man nicht sofort von außen reingucken kann. Die werden wir noch mit Resten aus OSB-Platten zumachen, die ich heute fertig lackiert habe. Ich bin etwas skeptisch, wie lange die bei Wind und Wetter draußen in Form bleiben, aber wir haben gerade keine passenden Massivholzbretter da, daher ging es nicht anders. Mit der Wetterschutzfarbe sollten sie aber mindestens 2-3 Jahre halten, und da sie innen angebracht werden, sind sie auch einigermaßen geschützt.

Farbtechnisch war das Ganze mal wieder ein trial-and-error Projekt. Ich wußte nicht mehr, welche Farbe ich letztes Jahr für die Matschküche und den Schuppen verwendet hatte, und als ich dann im OBI stand, habe ich nach Abwägen der Preise zu Bondex gegriffen, weil wir da bei unserer Haustür gute Erfahrung gemacht haben. Erst beim Streichen habe ich dann zerknirscht festgestellt, dass die leider nicht auf Wasserbasis ist – und das hasse ich einfach. Klamotten hin, Pinsel hin, und von der Haut geht’s auch nur mit Terpentin wieder ab. Wer (vorher) liest, ist klar im Vorteil… Das Schwedenrot ist auf den Paletten auch nicht der Hammer; es ist eher bräunlich und sehr matt – OBI hatte aber kein anderes Rot, als ich da war. Als alle Paletten gestrichen waren, hab ich im Keller doch noch den Rest der Farbe vom Vorjahr gefunden… Knallrot, auf Wasserbasis, Consolan. Yep. Das hat gerade noch für die beiden Seitenpfosten gereicht. Man sieht auf dem Bild oben ganz gut den Unterschied – der rechte Pfosten ist in Consolan-Rot, die Palette in Schwedenrot.

Da ich für das restliche Holz eh neue Farbe brauchte, hat sich Elisa für blau entschieden – wie die Türen vom Schuppen, und passend zur Rutsche. OBI in Wallau hat im Gegensatz zu Gladenbach überhaupt kein Consolan; Bondex fiel ja raus, blieb nur – OBI Eigenmarke. Wieder was neues 🙁 Aber es ging ganz gut. Die ist von der Konsistenz fast wie Consolan, sogar noch etwas dicker, aber nicht so glänzend. Consolan lässt sich besser verarbeiten, finde ich, da sie nicht so schnell eintrocknet – bei der von OBI bildet sich sehr schnell eine Haut, wenn die Dose offen ist. Und die Consolan ergibt eine schönere, da leicht glänzende Oberfläche.

Weil ich es mal bei einer anderen Matschküche gesehen hatte und die Idee cool fand, haben wir an einer Seite noch eine Kies- und Wasserschütte angebracht.

Oben fehlt nur noch ein Trichter zum Einfüllen, und unten haben wir erstmal einen Baukübel untergestellt, damit nicht so viel daneben geht 😉 Ursprünglich wollte ich es wie so eine Art Kugelbahn machen, mit halbrunden Regenrinnen, aber es wäre einfach irre teuer geworden mit den ganzen einzelnen Teilen dafür. Allein so 1 blödes Endstück kostet 5€ pro Rinnenseite, dazu kommen die Halter, und wegen der Fertigmaße (gibts nur in 2 oder 3 m Länge), hätte ich viel Verschnitt (und Müll) bezahlt. Also diese Variante. 1 einfaches 75er Rohr mit zwei 45° Winkelstücken (die man auch jederzeit drehen kann – sehr praktisch), und statt der regulär mitverkauften Rohrschellen (2 Stück à 7,50 €!!) haben wir einfaches Lochband aus dem Keller genommen. Das kann man passend zuschneiden, festschrauben, und hält genauso. Also echt, die Verkäufer bei OBI sind sowas von unkreativ… Außerdem haben wir noch einen Eimer mit Seilzug angebracht, um das wertvolle Schüttgut sicher nach oben zu transportieren, hi hi. Eimer war umsonst, einen blauen Karabiner aus Alu hatten wir auch noch. Dazu 1 einfache Umlenkrolle gekauft, die an einen Schraubhaken gehängt ist (O-Ton OBI Mitarbeiter: „Also für draußen müsste es schon Edelstahl sein, damit es nicht rostet. Wir haben aber keine aus Edelstahl da…“), und ein passendes 6 mm Nylonseil. Gab’s zum Glück auch in blau 🙂

So, die Kids sind erstmal glücklich und haben wieder eine neue Beschäftigung gefunden. „Anbauen“ geht ja immer, und bestimmt fällt uns noch die ein oder andere Sonderausstattung zum Ergänzen ein.

Hier nochmal eine Kostenaufstellung, falls sich jemand fragt, ob sich der Heidenaufwand überhaupt rechnet…

  • Rutsche: 30 € über Kleinanzeigen
  • Farbe: Bondex 750 ml für 17 €, OBI 750 ml für 15 € – Lasur (für die Bohlen) hatten wir noch einen Rest da
  • Seilzug: Umlenkrolle ca. 7 €, 10 m Pack Seil für 9 € (war billiger als meterweise zu kaufen, gebraucht haben wir ca. 3 m). Karabiner, Schraubhaken und Eimer hatten wir da.
  • Schütte: 1m 75er Rohr € 6,50, zwei Winkelstücke 11 €. Lochband hatten wir da, Kleber oder Schelle zum Verbinden der Teile braucht man nicht – hält auch so!
  • Haltegriffe: 10 € für zwei Stück, inkl. Schrauben
  • Holz: nix, alles vom Bau bzw. umliegenden Baustellen. Schrauben hatten wir, Schleifpapier auch. Nur 80er musste ich nachkaufen, aber das geht ja auch für andere Projekte drauf – kann ich also nicht beziffern.
  • Gesamt: ca. 110 €.

Hätten wir das Holz kaufen müssen, hätte es sich definitiv nicht gelohnt. Einen einfachen, ähnlichen Turm (ohne Seilzug oder Schütte) bekommt man ab 500 €, mit angebauter Schaukel ab 700 €. Man muss aber aufpassen, in welchem Zustand das Holz ist – wenn man nämlich alles noch streichen muss, weil es nur KDI-Holz ist, hat man auch nix gewonnen.

Wir haben Nachwuchs!

Nein, kein drittes Kind.

Nein, auch kein Hund.

Es sind Vierlinge. Mit je zwei Füßen und Schnabel. Hausrotschwänze 🙂 Bitte googeln, wir können leider keine Bilder machen… Die kleinen Schreihälse hocken nämlich direkt zwischen unserer Balkondiele und dem Tropfblech darunter. Schön kuschelig scheinbar… Man kann gerade so durch die Ritze zwischen zwei Dielen in das Nest reingucken und sieht dann mit Glück das letzte Stück Grashüpfer, bevor er in einen hungrigen Schnabel wandert.

Ich glaube, in unserem „Garten“ gibt’s mittlerweile auch keine mehr – die müssen echt Massen vertilgen. Jedes Mal, wenn ich Mama oder Papa ankommen sehe, haben sie einen im Schnabel. Und die beiden sind fast pausenlos unterwegs, außer Nachts. Anna wollte direkt ihren Schokoladenkeks mit den Kleinen teilen (und das will schon was heißen), aber wir haben sie überzeugt, dass Grashüpfer doch die bessere Wahl sind 😉

Mal gespannt, wann der erste aus dem Nest fällt (oder fliegt, hoffentlich)! Wenn’s irgendwann still wird auf dem Balkon, wissen wir, dass sie wohl ausgezogen sind 🙂

Nach dem Hund ist vor dem Hund

„Viele, die ihr ganzes Leben auf die Liebe verwendeten, können uns weniger über sie sagen als ein Kind, das gestern seinen Hund verloren hat.“
Thornton Wilder

Ja, wir kommen aus der Nummer einfach nicht mehr raus…

Die letzten Tage haben wir wieder mit einem traurigen Kind zu schaffen, das seinen geliebten Hund vermisst. Da komme ich echt wieder ans Grübeln, ob und wie wir doch noch dieses Jahr (statt nächstes) einen neuen Hund irgendwo bei uns unterbringen können.

Egal wann, der nächste Hund wird kein Ridgeback mehr. Wenn ich Nelo auch ein zweites Mal nicht mehr hergeben würde, bei einem Neuanfang wird es ein Labrador werden. Wir suchen aktuell nach Züchtern und Zuchtlinien, die mit unseren Vorstellungen „kompatibel“ sind, und wo ein Hund nicht gleich 3T€ kostet (was ich absolut anmaßend finde, selbst wenn wir das Geld irgendwo locker sitzen hätten). Es gibt Züchter, die scheinen ihre eigene Nase höher zu tragen als ihre Hunde, und tun dann auch noch so, als ob ein Hund ohne maßangefertigte Infrarot-Wärmekabine, Hundepool und eigens angestelltes Bedienpersonal mit Special-Agility-Ausbildung nicht lebensfähig wäre. Aber klar, mit irgendwas muss man ja die horrend hohen Preise rechtfertigen…

Also, falls jemand jemanden kennt, wo man einen normalen jagd- und familientauglichen Labrador herbekommt – meldet euch bei mir 😉

Ausflug in den Panoramapark

Ich bin ja so ein Listenmensch. Eine meiner Listen enthält Orte und Aktivitäten, die wir mit den Kindern aufsuchen und gemeinsam tun wollen. Ein Besuch im Freizeitpark stand ganz oben an, gefolgt von Zoo & Co. Da mein Mann letzten Donnerstag auf seiner jährlichen Pflanzenexkursion war und ich – oh je – allein mit beiden Kindern, hab ich die Flucht nach vorn ergriffen. Das Wetter war perfekt, die Oma hatte auch Langeweile, und so sind wir spontan im Panoramapark im schönen Sauerland eingefallen.

Das ist so ein Kindheits-Erinnerungs-Ding, kennt ihr das? Wir waren früher (also vor mehr als 20 Jahren…) öfter dort und ich wollte schon lange mal wieder dort hin. Eine Freundin hatte mich aber schon vorgewarnt, dass der Park in den letzten Jahren wohl ziemlich „reduziert“ hat, und ich hatte daher keine großen Erwartungen, im Gegenteil. Aber ich dachte, langweiliger als daheim kann’s nicht sein, und wir sind einfach gefahren.

Die Fahrt von uns aus ist ziemlich langwierig. Nur Landstraße, viele Serpentinen, Dorf rein, Dorf raus. Zum Glück gibt’s Kopfhörer für’s Kind 😉

Als wir ankamen, waren die Parkplätze schon ziemlich voll, aber innen im Park entzerrt sich alles, weil das Gelände echt riesig ist. Yep, ich war dann doch irgendwie enttäuscht… weil die tolle Wasserbahn nicht mehr da ist, keine Achterbahn mehr, und auch sonst nix für erwachsene Kinder. Aber: die Kids waren vom ersten Augenblick an mega begeistert und nicht mehr zu halten. Klettern, hangeln, rutschen, ab ins Bällebad, durch den Tunnel, hoch mit der Seilbahn, runter mit dem Bob.

Zum Glück war Oma mit dabei, sonst hätte ich nach einer Stunde die Segel gestrichen…

Klar, es kommt aufs Alter an. Für Teenies ist das wahrscheinlich nix mehr, die wollen mehr (motorisierte) Action. Und Anna ist mit ihren knapp 2 Jahren für die meisten Sachen eigentlich noch zu klein, so dass man ständig und bei Allem extrem aufpassen muss. Da sie selbst ja keine Angst hat und alles ausprobieren will, was die Große vormacht, war es aber auch für sie Action pur.

Wir wollten eigentlich auch in den Wildpark, der dort integriert ist, haben es aber zeitlich einfach nicht mehr geschafft. Ich kann mich noch erinnern, dass wir früher die meiste Zeit in solchen Parks immer mit Anstehen verbracht haben – das ist hier definitiv nicht der Fall!! Das Einzige, wofür wir hier angestanden haben, war das Essen und die Wasserrutsche im oberen Parkgelände. Ach so, und für den Fichtenflitzer (das ist die Sommer-Rodelbahn).

Ein paar Tiere gibt es auch so zu sehen, Erdmännchen, Ziegen & Co.:

Aber den meisten Spaß hatten die Kids beim Rumklettern und Toben, selbst Anna war nicht müde zu kriegen.

Insgesamt war es ein perfekter Ausflug für unsere Kids, das können wir ruhig nächstes Jahr nochmal wiederholen.

Das nächste Ziel wird dann Fort Fun oder Taunus Wunderland. In der Lochmühle waren wir schon mit Elisa, aber dort muss man bei den meisten Sachen (lange) anstehen, und es gibt nicht so viel zum „einfach machen“. Da würde ich den Panoramapark jederzeit vorziehen, auch wenn die Fahrt umständlicher ist.

Aus alt mach neu

So langsam kommt das Sommerwetter auch bei uns an – was bedeutet, dass Frau auch endlich draußen was schafft. Ich weiß gar nicht, wie lange diese neue Rusche schon bei uns rumliegt und drauf wartet, endlich mal benutzt zu werden… Dafür wollen wir einen Spielturm bauen, denn ich habe keine Lust mehr, ständig auf andere Spielplätze zu fahren, um beide Kinder irgendwie zu bespaßen. Der Plan war also, möglichst gute Spielgelegenheiten direkt bei uns zu schaffen, und zwar so günstig wie möglich. Da wir etliche Baustellen um uns herum haben, bietet es sich an, Paletten und Restholz zu verarbeiten. Letztes Jahr haben wir eine Matschküche gebaut und den Sandkasten aus Pflastersteinen daneben angelegt. Auch einen kleinen Schuppen für die ganzen Garten- und Spielgeräte haben wir damit gebaut, und einen Unterstand fürs Brennholz. Das einzige, was wir dafür kaufen mussten, war die Bedachung und Farbe.

Ich habe mir im Internet ziemliche viele solcher „Spieltürme“ angeschaut, aber da die wenigsten tatsächlich aus Paletten gebaut wurden, müssen wir selbst neu denken. Es ist schon ein ziemlicher Aufwand, die (alten) Dinger so aufzuarbeiten, dass sie kindertauglich und sicher sind. Es muss quasi jedes einzelne Brett entgratet, geschliffen und gestrichen werden, und wegen den ganzen Ecken und Kanten dauert das halt 🙁 Kann schon echt verstehen, wer da keinen Nerv zu hat und lieber fertig kauft…

Die Paletten für das „EG“ hab ich jetzt endlich fertig, und einige Latten, die oben als „Zaun“ drankommen. Pfosten für die Seiten muss ich noch irgendwo organisieren, denn die UK-Latten sind dafür nicht stabil genug.

Während des Schleifens habe ich mich heute allerdings gefragt, ob wir diesen blöden Turm wirklich brauchen – denn die Kleine hat auch so schon genug Spaß 😉

Aber nee, für Elisa ist das nix… Da muss was Anspruchsvolleres her. Werde also morgen nochmal zur nächstgelegenen Baustelle tingeln und nach Material fragen 🙂

Dat läuft :-)

Selten hab ich ein Paket so ungeduldig erwartet wie das, was heute per FedEx ankam.

Ich konnte mich nicht erinnern und musste erst mal die alten Fotos durchforsten, um festzustellen, wann Elisa damals ihr Laufrad bekommen hatte: es war im Juni 2020, da war sie 2 3/4 Jahre alt. Ein rosafarbenes Puky LR-M (also schon mit 12 Zoll und Bremse). Ich kann mich allerdings noch gut erinnern, wie sie die ersten Fahrversuche in der Straße unternommen hat, und ich das Fahrrad nach einem Stück dann immer nach Hause tragen musste…

Dummerweise haben wir das Laufrad irgendwann weiterverkauft, so dass wir jetzt ein neues für Anna brauchen. Aktuell fährt sie ein bißchen auf ihrem Puky Wutsch auf dem Hof herum, aber so ganz glücklich ist sie damit nicht. Den Bobbycar benutzt sie überhaupt nicht (aber vielleicht kommt das jetzt noch bei der Tagesmutter), und auf dem Dreirad lässt sie sich bislang nur schieben. Obwohl Elisa damals ein ganzes Jahr älter war als Anna jetzt, denke ich, dass wir es mit dem Laufrad schon probieren können. Ich habe lange hin- und herüberlegt, bin aber im Endeffekt so begeistert von Elisas Fahrrad und so abgeneigt gegen das Gewicht des Puky, dass wir für Anna auch ein Woom bestellt haben. Für Ihre Größe/Alter käme jetzt eigentlich nur ein 8“ Rad in Frage, aber davon gibt es nur Kettler und Puky – und nächstes Jahr bräuchten wir dann schon die nächste Größe, denn auf das 2er Woom wird sie dann noch nicht passen. Klar, es ist schon eine Rieseninvestition, aber ich hoffe darauf, es wieder für einen guten Preis zu verkaufen, denn es ist das Geld definitiv wert.

Da steht es also, das gute Stück! Es hat schon 12“ Reifen, ist aber vom Einstieg und Sattel/Lenkerhöhe für 1,5 Jahre geeignet – und trotzdem noch leichter als das 8“ Puky Rad. Ich habe noch das „Surfboard“ mitbestellt, denn man sollte schon eine Ablage für die Füße haben, sobald das Kind gut alleine fahren kann. Ansonsten hebt ein Kind die Beine beim Rollen automatisch zu weit nach oben und außen, so dass sich der Schwerpunkt ungünstig verlagert und das Rad zu schaukeln anfängt.

Das einzige, was mir am Woom fehlt, ist ein Seitenständer. Woom sagt, erfahrungsgemäß wird ein Ständer in dieser „Altersklasse“ noch gar nicht vom Kind benutzt – aber mal ehrlich: die Eltern sind doch in diesem Alter immer dabei, und es geht mir darum, dass man das Rad einfach sicher überall hinstellen kann, ohne gleich Schrammen im Gestell zu produzieren.

Einen Helm haben wir ja schon letztes Jahr für den Fahrradsitz gekauft, den kann sie auch erstmal weiter nutzen. Da haben wir übrigens auch aus „Fehlern“ gelernt: für Elisa hatten wir damals einen Helm von Abus gekauft, weil er ihr besser gefallen hat. Wir haben aber schon bald gemerkt, dass dessen Passform, Verschluss- und Verstellmöglichkeiten sehr unpraktisch sind. Es ging schon so weit, dass Elisa gar nicht mehr radfahren wollte, weil sie sich mit dem Helm mehrmals die Haut eingeklemmt hat beim Zumachen. Auch das Verstellen der Riemen ist (für mich) eine Qual, da musste also was anderes her.

Für Anna haben sind wir auf UVEX umgestiegen:

Der ist extra flach am Hinterkopf (eben für den Fahrradsitz), hat aber auch eine super Passform und ein besseres Verschlusssystem. Der nächste für Elisa wird daher auch UVEX oder Alpina (gehört zu UVEX).

Nachtrag:

Ich weiß natürlich, dass sie noch nicht ganz „reif“ für das Rad ist. Mit 20 Monaten ist es schon ziemlich früh, aber sie ist motorisch ja super fit und ich habe keine Bedenken, dass sie bis Ende des Sommers alleine mit dem Rad klarkommt. Wir haben es nur jetzt schon bestellt, weil es gerade versandkostenfrei war (sind ja immerhin 15 €)!

Dachboden die 1.

Wenn Mann wegen dem bescheidenen Wetter eh nix draußen machen kann, fangen wir halt ganz oben an 😉

Aktuell haben wir im OG nur 1 Kinderzimmer für beide Mädels. Anna schläft noch bei uns im Elternzimmer, weil das unkomplizierter ist. Ursprünglich sollte sie ja mit Elisa zusammen ins Kinderzimmer, aber durch den Alters- und Gewohnheitsunterschied passt das einfach nicht. Auch beim Spielen merken wir jetzt schon, dass es in einem gemeinsamen Zimmer schwierig wird – Elisa baut auf, Anna macht kaputt 😉 Langfristig brauchen wir daher ein zweites Zimmer, entweder für uns oder für ein Kind.

Wir hatten noch eine Materiallieferung ausstehen, die jetzt in Teilen endlich ankam. Zunächst haben wir alles aus dem ehemaligen „Puzzlezimmer“ in den größeren leeren Raum geräumt. Diesen Teil vom Dachboden, der damals im Zug des Hausanbaus entstanden war, werden wir uns zuerst vornehmen. Neue Fenster sind ja schon drin, und wir hatten beim Umbau eine richtige Türöffnung mauern lassen. Die Wände für das geplante Bad wurden damals auch bereits gestellt.

Das Zimmer war von meinen Eltern damals bereits ausgebaut worden, wir müssen aber jetzt alles rückbauen, da es nicht den Vorgaben entspricht.

Boden und abgestellte Seiten hatten wir schon rausgerissen, jetzt kommt der Rest noch runter. Neues Brennholz 🙂

Hanf, Heraklith und Lattung kommen neu drauf, die Heizung wird wieder eingeputzt mit Lehm. Mal sehen, wie gut das funktioniert… Aber das dauert noch.

Rain Away!

Nach 4 Monaten „Winter“ kann man den Frühling meist kaum abwarten – das trübe und dauernasse Wetter von November bis Februar geht, zumindest mir, ziemlich auf die Nerven. Yippieh, endlich März – Frühlingsanfang!!

Und was kommt? Der April kam dieses Jahr schon im März. Regen, Regen, Regen. 15 Minuten Sonne, dann Schnee, dann wieder Regen. Was schafft man in 15 Minuten? Jedenfalls nichts von dem, was ich mir für den „Frühling“ vorgenommen hatte: einen neuen Spielturm für die Kids (denn die Rutsche haben wir schon besorgt), ein Blumenbeet anlegen (die Paletten dafür haben wir auch schon von den umliegenden Baustellen bekommen), einen Zaun für den geplanten Hund bauen, das Trampolin wieder aufbauen, den Sandkasten aus dem Keller aufbauen, … Nix. Am jährlichen Komposttag in Cyriaxweimar habe ich mit Elisa geschaufelt, was das Zeug hält, um damit das neue Beet zu füllen. Am nächsten Tag (denn das Beet war ja noch nicht gebaut) hatte sich der Kompost schon zu Sumpf verwandelt, denn es hat durch die Plane durchgeregnet, die wir zum Abdecken verwendet hatten. Jetzt modert das Zeug schön vor sich hin. Wird Kompost mit Wasser und dem Alter auch immer besser?!!

Zwischendurch hatten wir Besuch aus Dresden/Bayern und haben es mit Unterstützung von 3 Jungs immerhin geschafft, schonmal 2 Paletten zu streichen. Am nächsten Tag hat es natürlich wieder geregnet – und weil ich Depp nicht drauf geachtet hatte, wasserbasierte Farbe zu kaufen (wie dumm muss Frau sein!) – kann ich Pinsel & Rollen jetzt wegschmeißen.

Die erste noch ausstehende Lieferung für den DG-Ausbau kam auch vor kurzem, und natürlich hat es genau dann geregnet. Nasser Hanf geht gar nicht – also notdürftig abdecken, und noch am selben Tag hat Mann dann die 30 kg schweren Säcke alle einzeln per Hand nach oben verfrachtet, denn wir konnten sie ja nicht draußen lassen. Die zweite Lieferung, Heraklith & Lattung: zumindest während des Abladens kam gerade nichts von oben runter, die Zeit reichte genau, um alles mit Plane abzudecken…

Jetzt ist es Ende April, und immer noch keine Sonne in Sicht. Okay, 1 Tag lang war es mal schön letzte Woche, aber draußen sifft einfach alles vor sich hin. Kartoffeln gesetzt, neue Erde drauf, Rasenschnitt drauf – alles Matsch. Und es trocknet natürlich auch nicht ab, keine Chance.

Ich bin es leid – hol mir endlich einer den „richtigen“ Frühling her!!!

Die Hainbuche im frühen Frühjahr

Beim heutigen Spaziergang sind mir einige längliche Blütenstände aufgefallen wo ich erst mal überlegen musste welche Art das ist. Es ist ein größerer Busch bis kleiner Baum und beim nachdenken ist mir eingefallen das die Hainbuche zu den Birkengewächsen gehört und wie diese längliche Blütenstände aufweist.

Fußmahlzeit

Es gibt Kinder, die würden lieber ihre eigenen Füße essen statt das Essen, was ihnen vorgesetzt wird.

Unser Baby gehört scheinbar zu dieser Spezies. Nein, ich esse meine Suppe NICHT!!! Weder Suppe noch Brei. Beikost?! Nicht für uns. Kind will Pommes. Oder Brot. Oder Füße. Jedenfalls nur am Stück. Ist leider etwas schwierig, wenn man noch keine Zähne hat…

Und dabei war ich so motiviert nach dem Beikostkurs. Dachte noch, unser erstes Kind wäre die Ausnahme gewesen, das würde sich bestimmt nicht wiederholen. Beim zweiten Kind ist doch alles anders, oder?!

Wir sind jetzt im 7. Monat und Kind verweigert konsequent alles, was auch nur nach Beikost aussieht. Sobald der Löffel auch nur in die Nähe vom Mund kommt, bleibt der zu. Sie ist da ganz geradlinig, das muss man ihr ja zugute halten.

Das einzige, was sie (manchmal) akzeptiert, sind Obstbreie am Nachmittag. Keine Zucchini, keine Karotte, keine Süßkartoffel. Und schon gar nix mit Fleisch. Neulich hatte ich ein Glas mit Pastinake, das hat sie über 2 Tage mit gutem Zureden geschluckt. Ich, voller Übermut, einen ganzen Pack Pastinaken gekauft und mit Kartoffeln gedünstet, fein püriert,… nach 1 Löffel war Schluss.

Soll ich aufgeben? Ich hab keine Lust mehr auf diesen Frust.

Her mit dem Schotter

Der Winter naht, und damit täglich schlechtes Wetter. Wir haben rund ums Haus außen noch ein paar Baustellen:

  • auf der Südseite fehlen Balkon und Eingangsüberdachung sowie Carport. Hierfür brauchen wir erstmal 4 Fundamente, die Mann selbst macht, bevor der Balkonbauer anrücken kann.
  • Wir brauchen eine komplett neue Abwasserleitung vom Haus, da die alte marode ist und auf noch auf dem angrenzenden separaten Grundstück liegt. Die soll nun an den neuen Anschlusspunkt verlegt werden, der auf dem Haus-Grundstück liegt. Dafür muss der Hof aber aufgerissen werden. Daran hängen auch die Abwasserleitungen im Keller; die liegen unglücklicherweise tiefer als der neue Anschluss, den die Gemeinde gesetzt hat. Da wir keine Hebepumpe einsetzen wollen, bleibt nur, sämtliche Abwasserleitungen im Keller an die Decke zu verlegen und neu durch die Außenwand zu führen. Der Bagger muss also einen Graben rund ums Haus machen, da wir sogar an zwei Stellen mit Rohren aus dem Haus raus müssen.
  • auf der Nordseite fehlt Carport und Einfahrt / Hoffläche – hier ist bislang nur Wiese, und mein Papa hat eine vorläufige Eingangsüberdachung gebaut, die aber nun durch den neuen Carport ersetzt werden soll.

Der ortsansässige Tiefbauer stand nun gestern überraschend vor der Tür, „Eigentlich wollte ich heute anfangen!“ Äh – ok… Der Carportbauer hatte spontan Zeit und so trafen sich die Beiden 2 Stunden später bei uns, um zu besprechen. Der Plan ist nun, dass der Carport nicht separat irgendwo auf dem Wiesenstück steht, sondern direkt ans Haus „andockt“, so dass man trockenen Fußes zum Eingang reinkommt. Bedeutet aber, dass die gesamte Fläche von der Straße her bis zum Eingang gepflastert werden muss. Und da das Grundstück am Hang liegt (nach Norden ansteigt), muss erstmal eine ebene Fläche geschaffen werden:

Das war Tag 1.

Heute kommen die provisorischen Platten rechts weg und alles wird geschottert, damit es begeh- und befahrbar ist.

Nachruf Masimba Chinelo, 01.06.2016 – 03.08.2021

Wer kennt ihn noch: „Charlie – Alle Hunde kommen in den Himmel“?

Daran dachte ich jedenfalls sofort, als unsere 4-Jährige mich gestern im Bett fragte: „Ist der Nelo jetzt im Himmel?“
Und wie erklärt man am besten einem 4-jährigen Kind das Thema Tod & Himmel?

Ich war etwas perplex. Zur Schlafenszeit liegt Kind weinend im Bett; als ich nachfrage, warum sie denn weint: „Ich vermisse den Nelo so…“ Ach je. Wo kommt das denn jetzt her? Mein Blick fällt auf die gegenüberliegende Wand, na klar – da habe ich gestern das Bild aufgehängt zur Erinnerung. Jetzt brauche ich zwei Tempos…

Ich sage: „Natürlich ist der Nelo im Himmel – alle Hundis kommen in den Himmel.“ Und dass es ihm jetzt dort gut geht, dass er keine Schmerzen mehr hat. Das beruhigt zwar, aber die Trauer bleibt. Der „Hundi“ hatte einen ganz großen Platz in unseren Herzen eingenommen, und der Platz ist jetzt leer. Keiner, der morgens ungeduldig neben dem Frühstückstisch sitzt und auf alles wartet, was runterfällt. Keiner, der uns auf dem Weg zum Kindergarten begleitet oder mit uns durch den Wald pirscht.

Er war unser treuester Freund und bester Kumpel.

Er hat jeden Einbrecher erfolgreich vertrieben – auch die, die nur Briefe bringen wollten.

Hat geduldig alle Geschichten ertragen, die das Kind ihm im Hundebett vorgelesen hat.

Er war der größte Kasper, der immer alle zum Lachen gebracht hat.

Der beste Pfadfinder, der jedem Wetter getrotzt hat und sich nur bei über 25° nicht mehr bewegen wollte.

Dem keiner lange böse sein konnte, auch wenn er unser Frühstück mit seinem eigenen verwechselte.

Der alles tat, was wir von ihm wollten – wenn er es auch selbst sinnvoll fand.

Ein Löwenhund, der sich nicht an unsere Katze herantraute und im Wald Angst vor jedem knackenden Zweig hatte.

Wir haben ihn geliebt und werde ihn nie vergessen.

Ich hoffe wirklich, wir sehen ihn irgendwann im Himmel wieder.

Besuch im Wildpark Herborn

Wenn man schonmal so einen (absehbar) schönen Tag wie gestern hat, sollte man in nutzen, um draußen was zu unternehmen. Wir haben zwar auch noch genug im und ums Haus zu tun, aber dafür können auch die nächsten Regentage herhalten.

Wir sind also spontan in den Wildpark nach Herborn gefahren (nicht zu verwechseln mit dem Tierpark / Vogelpark!), der angeblich mehr Spiel- und Klettermöglichkeiten für Kinder bietet, und kostenlosen Eintritt. Im Tierpark sind die Hauptattraktionen wirklich die Tiere, und der einzige Spielplatz liegt zwar direkt am Park, man kommt aber nur von außen her rein, muss den Park also verlassen. Klettern ist bei Elisa auch gerade sehr angesagt, also los.

Da gerade an der Autobahnbrücke gebaut wird, sind die Park- und Zufahrtsmöglichkeiten etwas eingeschränkt. Wir sind auf gut Glück den erstbesten Parkplatz (P3) angefahren und direkt beim Aussichtsturm (Nr. 15 im Plan) gelandet. Von dort läuft man ein ganzes Stück über geteerten Weg, bevor man an das erste Gehege kommt (Damwild). Dort kann man sich auch gleich am Futterautomat versorgen, denn das Wild liegt direkt am Zaun und wartet schon 😉

Wie auch schon im Opel Zoo sollte man bei kleinen Kindern auch hier einen fahrbaren Untersatz dabei haben. Elisa hatte schon auf diesem ersten Stück bald keine Lust mehr und musste von Papa getragen werden, weil es auch meist bergauf geht. Der Kinderwagen war ja von Anna besetzt, und wir wollten keinen zweiten mitnehmen. Zum Glück gibt es gleich beim ersten Gehege einen Spielplatz und Sitz-/Picknickmöglichkeiten, ebenso wie bei den anderen Spielplätzen. Das ist in diesem Park sehr gut gemacht, denn aufgrund der Weitläufigkeit wird man doch ziemlich müde, so dass jeder Rastplatz willkommen ist.

Was nicht gut ist (ähnlich wie im Opel Zoo): die Wege selbst sind meist gar nicht und auf der Parkkarte nur unzureichend beschildert. Es gibt vor allem keinen Unterschied zwischen befestigten und unbefestigten Wegen, nur die mit Auto befahrbaren „Straßen“ sind grau statt gelb gemalt. Wir sind daher einen ziemlich langen Weg gelaufen, nur um am Ende festzustellen, dass wir mit dem Kinderwagen nicht weiterkommen, und mussten die gesamte Strecke (bergauf!) wieder zurück, um an unser Ziel zu kommen. Nicht nur für die Kinder ist das mehr als doof, auch für uns Erwachsene (die dann entweder das maulende Kind tragen oder noch einen Wagen schieben müssen) echt spaßverderbend (vorallem bei 30°C im Sommer…). Manche Wege sind nur „Trampfelpfade“, die quer durch den Wald gehen, teils nicht mal 1 m breit, so dass man nur hintereinander her kommt. Und den Weg selbst erkennt man auch schlecht als solchen, weil sie eben nicht beschildert sind. Uns hat im Endeffekt nur die Wanderkarten-App auf dem Handy weitergeholfen, die wir zum Glück hatten.

Vielleicht noch hilfreich zu wissen: dadurch, dass der Zugang zum Park kostenlos ist, gibt es hier kein „Serviceangebot“ wie in richtigen Zoos & Co – also kein Kiosk oder Essensmöglichkeit, und nur eine einzige Toilette. Da es aber im Wald ist, hätte ich auch kein Problem, die Kinder irgendwo in der freien Natur „aufs Töpfchen“ zu setzen. Da sollte man sich also drauf einrichten.

Kind hat jedenfalls keine Höhenangst…

Fazit:

  • bei trockenem Wetter super – ansonsten sind die Kletterplätze nicht nutzbar und dann wird es schnell langweilig für die Kids.
  • Für die ganz Kleinen (bis 3 Jahre) ist es eher nichts, da sie zum Klettern noch zu klein sind. Da wäre dann höchstens noch der Matschplatz… Babys ist das Spielangebot wohl egal, Anna hat jedenfalls die ganze Zeit nur geschlafen 😉
  • Man sollte Verpflegung mitnehmen und eine Trag- oder Fahrmöglichkeit für die Kinder, die keine kilometerlangen Touren gewohnt sind.

Da war doch so ein Formular…

Mittlerweile findet man ja im Internet fast alles, man muss nur lange genug suchen (wollen + können). Eigentlich dachte ich auch, schon die ultimative Checkliste gefunden zu haben, aber man lernt ja nie aus – und der bürokratische Aufwand in Deutschland wird auch nicht weniger.

Mindestens genauso wichtig wie die Formalitäten, die VOR der Geburt erledigt werden müssen, sind diejenigen NACH der Geburt. Und da die meisten Eltern zu diesem Zeitpunkt wohl weniger freie Zeit haben als vorher, ist es hilfreich zu wissen, was ansteht und erledigt werden muss. Hier also meine persönliche Checkliste, da ich etliche Punkte in keiner anderen Auflistung im Netz gefunden habe und wir davon quasi „überrascht“ wurden („Ach so – und was brauchen wir dafür?“). Die Nummerierung dient dabei nur der Übersichtlichkeit und stellt keine zeitliche Reihenfolge dar. Ich werde auch noch ein pdf erstellen und hochladen, das ihr dann wieder runterladen könnt 😉

Neben den Anträgen und Behördengängen sind auch ein paar „private“ To Do’s dabei – die könnt ihr natürlich ignorieren, wenn es euch nicht betrifft.

  1. Geburtsurkunde beim Standesamt beantragen
    Das kann man in den meisten Kliniken direkt von dort aus erledigen lassen, aber fragt sicherheitshalber vorher nach – beim ersten Kind hat es die Klinik nämlich nicht gemacht, und der Mann musste dann zweimal persönlich aufs Standesamt vor Ort tingeln…
    Benötigt dafür werden die Geburtsurkunden + Heiratsurkunde + Personalausweise der Eltern sowie die Geburtsbescheinigung der Klinik und ggf. Bargeld (ist ja nicht kostenlos…). Man sollte sich eine zusätzliche Geburtsbescheinigung nach Hause mitgeben lassen oder das Original kopieren, da man einen Nachweis für den Arbeitgeber und die Krankenkasse benötigt. Das Standesamt der Geburtsstadt schickt die Geburtsurkunde zwar per Post zu, aber das kann bis zu 4 Wochen dauern. Die Urkunde erhält man in mehreren Ausfertigungen (für Elterngeld, Mutterschaft etc.).
  2. Familienversicherung bei zuständiger Krankenkasse beantragen
    Sollte so schnell wie möglich gemacht werden, falls Medikamente oder Behandlungen nötig sind, denn es dauert bis zu 3 Wochen, bis man die Versichertenkarte bekommt. Dafür gibt es einen auszufüllenden Fragebogen von der Kasse, den man auch vorher schon einreichen kann; die Geburtsurkunde muss dann noch nachgereicht werden (geht bei uns einfach per Scan-App).
    Sobald das Kind bei der Kasse im System hinterlegt ist, kann die Kasse eine Bescheinigung erstellen, der für erste Behandlungen beim Arzt statt der Versichertenkarte vorgelegt wird. Wir haben zusätzlich auch gleich das Kinder-Bonusprogramm angemeldet und die entsprechenden Scheine zugeschickt bekommen, und ein nettes „Begrüßungspaket“.
  3. Termin für U2 + U3 beim Kinderarzt
    Die U2 nur beim Kinderarzt, wenn es nicht in der Klinik gemacht werden kann. Der Termin/Zeitraum für die U3 steht vorn auf dem U-Heft drauf, das von der Klinik ausgestellt wird.
  4. Vitamin D/Fluorid Präparat besorgen ab dem 10. Lebenstag
    Die Kliniken hatten uns das in Tablettenform verschrieben (D-Fluoretten), und wir haben für beide Kinder nach Empfehlung der Hebammen stattdessen die Tropfenform aus der Apotheke geholt (dafür braucht man aber ein neues Rezept vom Kinderarzt oder Hausarzt). Die Fluorid-Zugabe wird schon seit Jahren nicht mehr von Zahnärzten und Fachleuten empfohlen und ist daher völlig überflüssig, zudem bekommen wohl viele Babys durch die Tabletten Blähungen / Verstopfung.
  5. Kind beim Einwohnermeldeamt anmelden
    Normalerweise wird das Kind automatisch vom Standesamt ans Einwohnermeldeamt gemeldet, so dass man da gar nichts tun muss. Aber nachfragen schadet nicht…
  6. Kindergeld beantragen
    … bei der zuständigen Familienkasse. Das geht mittlerweile auch online, aber man muss die Formulare dann ausdrucken, unterschreiben und per Post wegschicken. Für den Antrag benötigt man eine Ausfertigung der Geburtsurkunde!
  7. Elterngeld beantragen
    Kann man mittlerweile auch in den meisten Bundesländern online machen, siehe zuständiges Sozialamt.
    Hierzu muss auch eine Bescheinigung über das Mutterschaftsgeld vorgelegt werden, diese erhält man (automatisch) von der Krankenkasse, sobald denen die Geburtsurkunde bzw. Info zur Entbindung vorliegt. Darin steht der Anspruchszeitraum und der (von der Krankenkasse) gezahlte Betrag.
  8. Elternzeit beantragen und ggf. Teilzeitbeschäftigung während Elternzeit
    Dafür muss ein entsprechendes Formular vom Arbeitgeber ausgefüllt und beidseitig unterschrieben werden; das ganze muss normalerweise direkt in der Woche nach der Geburt erfolgen, da die Frist 7 Wochen bis zu Beginn der Elternzeit beträgt – und die fängt oft direkt nach Ende der Mutterschutzfrist an (also 8 Wochen nach Geburt). Der Antrag auf Teilzeitarbeit kann zeitgleich gestellt werden – hierfür gibt es aber oft kein separates Formular vom Arbeitgeber, sondern man erklärt die gewollte Teilzeit einfach per Mail oder Kommentar auf dem Elternzeitantrag.
  9. Steuer: Kind auf Lohnsteuerkarte eintragen lassen und ggf. Steuerklasse der Eltern ändern
    Wenn a) die Mutter zu Hause bleibt während der Vater weiter arbeiten geht als Hauptverdiener und b) die Mutter vorher die „bessere“ Lohnsteuerklasse hatte (wegen höherem Elterngeld), kann jetzt beim Finanzamt wieder die Umstellung angemeldet werden, damit der Vater ein höheres Netto erhält.
    Das erhaltene Mutterschaftsgeld muss man ebenfalls bei der Lohnsteuer angeben – die Leistung ist steuerfrei, wird aber bei der Ermittlung des Steuersatzes berücksichtigt.
  10. Kind bei gesetzlicher Rentenversicherung melden
    Das Meldeamt meldet das Kind automatisch bei der gesetzlichen Rentenversicherung der erziehungsberechtigten Person (meist die Mutter). Von denen kommt dann ein Brief wegen der Rentenanwartschaft für die ersten 3 Jahres des Kindes. Die Mutter wird dann weiterhin pflichtversichert für diesen Zeitraum und die Erziehung des Kindes wird für die Rentenbezüge angerechnet. Sollte man innerhalb 4 Wochen nach der Geburt keinen Brief bekommen, am besten anrufen und nachfragen, ob das Kind auf dem Rentenkonto hinterlegt ist – wenn nicht, muss ein Formular ausgefüllt und eingereicht werden.
  11. Kind bei privater Altersvorsorge (bei uns: Riestervertrag) melden wg. Zulage
    Die Rentenversicherung weist in ihrem Schrieb darauf hin, sonst hätte ich nämlich gar nicht dran gedacht… Bei privaten Altersvorsorgeverträgen wie Riester erhält man ja eine Zulage pro Kind – dafür muss das Kind aber dort gemeldet sein. Das geht meist auch telefonisch, aber man braucht dafür die Steuer-ID, Kindergeldnummer und zuständige Familienkasse. Kann auch noch rückwirkend im Folgejahr erledigt werden. Wichtig: für die Berechnung des monatlichen Beitrags ist zwar das Gehalt vom Vorjahr relevant, aber die Zulage für das „neue“ Kind erhält man schon im laufenden Jahr (auch rückwirkend).
  12. Girokonto und/oder Sparkonto / Wertpapierfonds eröffnen
    Nein, keinen Bausparvertrag. Will man ein Depot bei einem Anbieter eröffnen, braucht das Kind zwangsläufig auch ein Girokonto bei der Referenzbank, von dem die Beiträge abgebucht werden. Wir nutzen das (bis zum 18. Lebensjahr kostenlose) Girokonto daher als „Sparbuch“, wo z.B. die Großeltern Beträge überweisen können. Macht natürlich nur Sinn, wenn das Ganze langfristig laufen soll.
  13. Sammelmappe oder Kiste für Erinnerungssachen anlegen
    Im Moment reicht mir wirklich noch so ein Papp-Sammelordner, vielleicht brauche ich aber irgendwann eine richtige Kiste 😉 Darein wandern z.B. die Glückwunsch- oder Einladungskarten zu Geburtstagen, Erinnerungen von Tagesmutter / Kita, erste gemalte oder gebastelte Werke vom Kind, etc. Diese Sammelmappe ist nur für uns als Eltern – das Kind hat eine eigene Mappe, in der es selbst entscheidet, was aufgehoben werden soll (ähnlich wie das Portfolio im Kindergarten).
  14. Baby bei Drogeriemarkt anmelden (z.B. bei dm oder Rossmann)
    Da bekommt man ein Begrüßungspaket mit Testprodukten, Rabatte / Gutscheine oder sonstige Vergünstigungen, etc.). Unser erstes Kind hatten wir zusätzlich bei Pampers registriert, aber das lohnt sich meiner Meinung nach nur, wenn man dauerhaft auch deren Windeln kaufen will – und man muss alle Bons/Rechnungen scannen und einreichen. Machen wir beim zweiten Kind nicht mehr – die Eigenmarke der Drogerie ist genauso gut wie Pampers und dabei wesentlich günstiger.
  15. Namensetiketten bestellen
    Spätestens bei der Tagesmutter oder für die Kita sollte man wichtige Dinge wie Brotdosen und Kleidung beschriften, sollen sie nicht „abhanden“ kommen. Wir haben dafür sowohl Etiketten zum Kleben als auch zum Einnähen bestellt. Von den Klebevarianten bin ich aber nach wie vor nicht überzeugt, weil sie bislang alle nicht gehalten haben – jedenfalls nicht in der Spülmaschine. Selbst Edding hält dort nicht…
  16. Babyfotos machen lassen
    In den meisten Kliniken werden ja diese Babyshootings angeboten, wo ein Fotograf ins Zimmer kommt und Bilder macht, die dann anschließend bestellt werden können. Das hatten wir bei Elisa gemacht, weil die Großeltern auch gern Fotos wollten und sich daher beteiligt haben. Beim zweiten Kind haben wir die Fotos für die Geburtskarte selbst gemacht bzw. von meinem Schwager machen lassen, weil ich diesen Fotoservice einfach unverschämt teuer finde. Manchmal sehen die Babys auch so kurz nach der Geburt noch so „unfertig“ und schrumpelig aus, dass es eh schöner ist, 1-2 Wochen zu warten.
  17. Geburtskarten + Fotoabzüge vom Babyshooting anfertigen und an Freunde/Verwandte/Arbeitskollegen verschicken
    Die Karten kann man natürlich auch selbst ausdrucken, aber bei der Menge an Tintenverbrauch ist es online auch nicht teurer (zumindest bei unserem Drucker…). Die zusätzlich angebotenen Adressetiketten kann man aber getrost selbst machen – wir haben z.B. wiederablösbare Etiketten von Avery Zweckform verwendet, die wir auch für andere Haushaltssachen nehmen (Marmeladengläser etc.). Karten + Aufkleber kann man schon vor der Geburt vorbereiten, so dass man danach nur noch das Foto hochladen und die Geburtsdaten ergänzen muss.

Buggy Update

Quadratisch – praktisch – gut.

So kurz und prägnant kann man den Pact eigentlich beschreiben. Klar, es gibt ein – zwei Buggies, die NOCH kleiner/leichter sind, wo man die Adapter beim Klappen dranlassen kann, die eine automatische Verriegelung haben oder oder oder… Aber ich bin doch sehr zufrieden mit diesem Modell – man muss halt wissen, wo man Kompromisse eingehen will und wo nicht.

Er hat noch nichtmal 60 cm in der Höhe und wiegt keine 6 kg (ohne Sitzeinhang). Die Babyschale mit Kind wiegt definitiv mehr… Hat oben einen praktischen Griff zum Tragen, kann aber auch per Gurt über die Schulter gehangen werden, so dass man beide Hände frei hat. Ich kann ihn auch direkt hinter die Vordersitze vom Auto stellen, so dass ich nicht zusätzlich noch an den Kofferraum muss. Die Adapter kann man mit einer Hand ab- und dranklicken, ist also auch kein Aufwand. Adapter, Regenschutz und Tragetasche sind schon dabei und müssen nicht wie bei vielen anderen zusätzlich gekauft werden – sehr kundenfreundlich! Was wir wahrscheinlich noch dazukaufen werden ist ein Sonnenschutz, denn das Verdeck geht nicht sehr weit herunter, insbesondere wenn das Kind liegt. Das ist z.B. beim Mytrax wesentlich besser gelöst, dort kann man das Verdeck einfach per Reißverschluss erweitern – es geht dann fast bis zum Bügel runter.

Insgesamt finde ich das Preis-Leistungs-Verhältnis beim Pact (allerdings nur hier in der Signature-Variante) großartig, und mit den Kompromissen kann ich gut leben.